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Fest verwurzelt: der Bayerische Meerrettich

Meerrettich – mehr Genuss

Seit Jahrhunderten krönt sie Tellerfleisch, Tafelspitz und Nürnberger Rostbratwürste, verfeinert Soßen und Salate: die herrlich scharfe, vitaminreiche „magische“ Wurzel. Markgraf Johann, Herr auf Schloss Scharfeneck, soll den Meerrettich im 15. Jahrhundert „aus einem fernen Land“ in Franken eingeführt haben. Seither wird die Wurzel vor allem in der Gegend zwischen Nürnberg und Bamberg kultiviert. Zentrum des Anbaus ist die Meerrettichstadt Baiersdorf.

 

Sein Name leitet sich vermutlich von seiner Größe ab: Aus „mehr“ Rettich wurde der Meerrettich. Kren (oder fränkisch: Kree) ist das entsprechende Lehnwort aus dem slawischen Sprachraum. Seine stattliche Kraft schöpft der Kren aus dem Boden. Weil er dem Acker so viel Nährkraft entzieht, sollte er auf einem Feld nur alle drei Jahre angebaut werden.

 

Schon im 19. Jahrhundert wurde der Bayerische Kren in Nachbarländer und sogar bis nach Israel, Russland und in die USA exportiert. Ein Erlanger Landrichter regte an, die Baiersdorfer Straßen zu beleuchten, da „der Fremdenbesuch (…) in Baiersdorf insbesondere wegen des Kreenhandels zu Zeiten nicht unbedeutend“ sei. (Quelle: www.spezialitaetenland-bayern.de)